Montag, 8. März 2010

Inhalt


a) Der klassische Rosenkranz
b) Die lichtreichen Geheimnisse
c) Die alttestamentlichen Geheimnisse
d) Die hohepriesterlichen Geheimnisse
e) Die trostreichen Geheimnisse
f) Wochenordnungen





a) Modell
b) Beispiel


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Zuletzt aktualisiert (html und pdf) am 24. 11. 2017

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Sonntag, 7. März 2010

Vorwort

Beim Beten und bei der Schriftlesung habe ich manchmal Mühe, mich zu konzentrieren. Die Gedanken gehen spazieren. Ich merke das, rufe mich zur Ordnung, und schon im nächsten Augenblick bin ich wieder nicht „bei der Sache“.

Das scheint ein Problem vieler postmoderner Zeitgenossen oder des Menschen ganz allgemein zu sein. Und doch gibt es eine Sehnsucht zu verweilen, um „aus der Quelle zu trinken“ – eine Sehnsucht nach Gott. Was also tun? Die längere und eingehende Betrachtung der heiligen Schrift, vor allem der Evangelien, scheint mir ein guter Weg zu sein, mit Christus auf Tuchfühlung zu gehen, den „Geschmack“ seines Gott offenbarenden Erdenlebens zu kosten. Was kann helfen, beim Text, beim „Bild“ der jeweiligen biblischen Szene und damit bei Christus zu bleiben?

In meinen Exerzitien habe ich mich in das tägliche Rosenkranzgebet eingeübt und erfahren, daß diese schlichte Form der Christusmeditation an der Hand der Gottesmutter meine Gedanken bei Christus hält oder wieder zu ihm zurückführt. Christus ist ja mit den „Geheimnissen“ seines Lebens die Mitte eines jeden „Ave Maria“ des Rosenkranzes. Ich habe einmal die Formulierung gehört, das „Gegrüßet seist du, Maria“ sei wie eine Monstranz, in deren Mitte Christus ist. Ist dieses Bild auch vielleicht ein wenig blumig, so stimmt es doch in seinem Inhalt – und überzeugte mich.

Durch meine gute Erfahrung mit dem Rosenkranz, den ich nun täglich bete, kam ich auf den Gedanken, aus den Evangelien Rosenkranzgesätze zu formulieren. Zunächst las ich immer ein Kapitel des Evangeliums, versuchte zu begreifen, was gesagt wurde, die Struktur zu durchdringen, das Wesentliche zu ergründen. Für die Schriftbetrachtung suchte ich nun im Text nach Aussagen über Jesus, aus denen sich Relativsätze für das Rosenkranzgebet bilden ließen. Dann formulierte ich aus dem Text fünf Aussagen über Jesus für die fünf „Gesätze“ des Rosenkranzes: d.h. für die Blöcke von je 10 kleinen Perlen, zu denen man das „Gegrüßet seist du, Maria“ betet. Immer nach dem Namen „Jesus“ fügte ich Relativsätze ein (z.B.: „der für uns geboren worden ist.“). Diese Relativsätze („Geheimnisse“) entnahm ich also dem Bibeltext und gewann so quasi das Jesus-Konzentrat des Evangeliums. Mit diesem Rosenkranz wurde es mir nun leicht, den Erlöser zu betrachten, wie der heilige Text ihn verkündet.

Als ich Pfarrer einer Pfarrei wurde, in der ich jeden Sonntag zu predigen hatte, konnte ich meine bisherige Art der Predigtvorbereitung nicht beibehalten. Bis dahin hatte ich meine Predigten in der Regel schriftlich ausgearbeitet. Die Zeit hierfür hatte ich als Pfarrer nicht mehr. Von den Rosenkranzgeheimnissen zu den einzelnen Kapiteln der Evangelien her kam ich auf den Gedanken, zur Predigtvorbereitung das Entsprechende mit den Evangelienabschnitten der Sonntagsmesse zu tun.

Ich entdeckte, daß der große Romano Guardini dasselbe bereits für die Sonntage der alten Leseordnung getan hatte – seine Betrachtungssätze habe ich hier mit aufgenommen, wenngleich sie an einigen Stellen korrigiert werden mußten, was am entsprechenden Ort angemerkt ist. Das liegt daran, daß Guardini zur Betrachtung anstelle des „Gegrüßet seist du, Maria“ ein an Christus gerichtetes Gebet formuliert hat, das sich aber, soweit ich sehe, nicht durchgesetzt hat. Ich verwende darum das Ave Maria, und so mußten Betrachtungssätze grammatisch angepaßt werden.

Für die neue Leseordnung Pauls VI. habe ich die Geheimnisse jeweils vor dem entsprechenden Sonntag formuliert. Sie sind weit weniger „wohlgesetzt“ und erreichen nicht annähernd die poetische Vollkommenheit derer Guardinis, da sich sich enger an den biblischen Text halten, denn sie sollen der Schriftbetrachtung dienen. Ich habe diese Sätze auf einen Zettel geschrieben und die Woche über als Vorbereitung auf die Sonntagspredigt gebetet. Dann noch ein Blick in einen Kommentar, ein Gebet um den Heiligen Geist, und in der Regel sind die Predigten einigermaßen gelungen, wobei dieses Urteil mir natürlich nicht zusteht.

Für die Sonntagsevangelien ergeben sich oft mehr als fünf Geheimnisse. Ich habe sie nicht auf fünf reduziert, wenn ich die weiteren Détails für wert hielt, festgehalten zu werden. In diesen Fällen habe ich fünf Geheimnisse ausgewählt, die mir besonders wichtig erschienen, und die übrigen eingeklammert. So kann man wählen, ob man bei fünf Gesätzen bleibt oder mehr betet. Gegebenenfalls ändern sich dann die Formulierungen, etwa wenn im zweiten Geheimnis auf das erste sprachlich Bezug genommen wird („die Jünger“ – „sie“), dieses erste aber als eines der eingeklammerten nicht gebetet werden soll. In diesem Fall ist die alternative Formulierung in Klammern angegeben.

Alle Rosenkränze zu den Sonn- und Festtagen im Kirchenjahr habe ich mit einem passenden Versikel und der betreffenden Oration (Kirchen-/Tagesgebet) versehen, um so dem Gebet einen liturgischen Abschluß zu geben.

Die Texte der Orationen entsprechen für die gregorianische Ordnung dem des Römischen Meßbuches von 1965 („Altarmeßbuch“), der einzigen amtlich-liturgischen Fassung der Gebete des alten Missale in deutscher Sprache. Die Orationen in der paulinischen Ordnung sind dem Römischen Meßbuch der aktuell gültigen deutschen Fassung von 1975 entnommen.

Ottmarsbocholt am Christkönigsfest 2009

Samstag, 6. März 2010

Klassischer Rosenkranz und Erweiterungen

a) DER KLASSISCHE ROSENKRANZ

Aus dem Mittelalter stammt der klassische Rosenkranz mit 150 Ave Maria. Ihre Zahl entspricht den 150 Psalmen der Bibel und des Stundengebets der Mönche und Kleriker. Der Rosenkranz ist unterteilt in drei Gruppen: Die freudenreichen Geheimnisse betrachten die Kindheit Jesu, die schmerzhaften sein Leiden und Sterben, die glorreichen die seiner Auferstehung und Himmelfahrt, sowie die Vollendung der Gottesmutter und damit des christgläubigen Menschen.

Für alle Formen des Rosenkranzgebets gilt die Einleitung, die am Kreuz und den ersten vier Perlen gebetet wird  (für das gemeinsame Gebet steht V für Vorbeter und A für alle anderen):

Kreuz: 
V Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist: die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.
V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
A Wie (es war) (1) im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Grosse Perlen:
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.



Kleine Perlen:
V Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit (2) unter den Frauen. Und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus,
1. der in uns den Glauben vermehre.
2. der in uns die Hoffnung stärke.
3. der in uns die Liebe entzünde.
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie (es war) im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit Amen.

Dann folgt der „Kranz“ der Geheimnisse des Lebens Jesu, eingeteilt in jeweils fünf Gesätze zu je einem Vaterunser (große Perle), zehn „Gegrüßet seist du, Maria“ (kleine Perlen) und dem „Ehre sei dem Vater“ nach der gleichen Ordnung wie oben.

Kleine Perlen:
V Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus,
- Es schließen sich die unten angeführten Geheimnisse an. -
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

So wird es zehnmal (ein Gesätz) gebetet, wozu man die Perlen durch die Finger gleiten läßt. Jedes Gesätz schließt:
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie (es war) im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.


Die freudenreichen Geheimnisse


  • den du, o Jungfrau, vom Heiligen Geist(e) empfangen hast.
  • den du, o Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast.
  • den du, o Jungfrau, (in Bethlehem) geboren hast.
  • den du, o Jungfrau, im Tempel aufgeopfert hast.
  • den du, o Jungfrau, im Tempel wiedergefunden hast.
Will man den Rosenkranz mit einer Oration (liturgisches Gebet) beschließen, so richtet sich diese nach den gebeteten Geheimnissen und/oder der Kirchenjahreszeit. Es liegt nahe, in den „geprägten Zeiten“ von der unten genannten Wochenordnung abzuweichen und nur den zur Kirchenjahreszeit passenden Rosenkranz zu beten, wie jeweils angegeben. Der Oration geht ein Versikel voraus.

Zu den freudenreichen Geheimnissen betet man:

Im Advent und das Jahr hindurch:   
V Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft.
A Und sie empfing vom Heiligen Geist.

V Lasset uns beten. –
Herr, gieße deine Gnade in unsere Herzen ein.
Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi,
deines Sohnes, erkannt.
Führe uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung.
Durch ihn, Christus, unseren Herrn.
A Amen.

In der Weihnachtszeit:
V Nach der Geburt bliebst du unversehrt, o Jungfrau.
A Gottesmutter, bitte für uns.

V Lasset uns beten. –
Gott, du hast durch die gesegnete Jungfrauschaft Mariens
dem Menschengeschlecht die Belohnung des ewigen Heils geschenkt.
Gib, daß wir die Fürsprache derer erfahren,
durch die wir den Urheber des Lebens empfangen durften,
Christus, unseren Herrn.
A Amen.

In Fasten- und Passionszeit und das Jahr hindurch:
Die schmerzhaften Geheimnisse


  • der für uns Blut geschwitzt hat.
  • der für uns gegeißelt worden ist.
  • der für uns mit Dornen gekrönt worden ist.
  • der für uns das schwere Kreuz getragen hat.
  • der für uns gekreuzigt worden ist.
V Würdige mich, dich zu loben, heilige Jungfrau!
A Gib mir Kraft wider deine Feinde.

V Lasset uns beten. –
Schenke unserer Schwachheit deine Hilfe, barmherziger Gott,
und laß uns, da wir das Gedächtnis der heiligen Gottesmutter begehen,
durch ihre Fürsprache von unseren Sünden auferstehen.
Durch Christus, unseren Herrn.
A  Amen.


In der Osterzeit und das Jahr hindurch:Die glorreichen Geheimnisse


  • der von den Toten auferstanden ist.
  • der in den Himmel aufgefahren ist.
  • der uns den Heiligen Geist gesandt hat.
  • der dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat.
  • der dich, o Jungfrau, im Himmel gekrönt hat.
V Freu dich und frohlocke, Jungfrau Maria! Halleluja. 
Denn der Herr ist wahrhaft auferstanden. Halleluja. 
Das Halleluja entfällt außerhalb der Osterzeit.

V Lasset uns beten. –
Gott, du hast durch die Auferstehung deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus,
der Welt Freude geschenkt.
Laß uns durch seine jungfräuliche Mutter Maria
die Freuden des ewigen Lebens erlangen.
Durch ihn, Christus, unseren Herrn.
Amen.

oder: 
Vers und Oration das Jahr hindurch 
(passend zu allen Rosenkränzen):

V Bitte für uns, heilige Gottesgebärerin. 
A Auf daß wir würdig werden der Verheißungen Christi.

V Lasset uns beten. –
Allmächtiger, ewiger Gott,
du hast den Leib und die Seele der glorreichen Jungfrau Maria
unter Mitwirkung des Heiligen Geistes
zu einer würdigen Wohnung deines Sohnes bereitet.
Wir gedenken ihrer voll Freude und bitten dich:
Bewahre uns auf ihre Fürsprache vor den drohenden Übeln und dem ewigen Tod.
Durch ihn, Christus, unseren Herrn.
Amen.


b) Die Lichtreichen Geheimnisse

Zum Heiligen Jahr 2000 hat Papst Johannes Paul II. den drei klassischen Zyklen einen Rosenkranz hinzugefügt, der die Geheimnisse des Lebens und Heilswirkens Jesu vom Beginn seines öffentlichen Auftretens bis zum Abend vor seinem Tod betrachtet. Es sind die sogenannten lichtreichen Geheimnisse.


  • der von Johannes getauft worden ist.
  • der sich bei der Hochzeit zu Kana offenbart hat.
  • der uns das Reich Gottes verkündet hat.
  • der auf dem Berg verklärt worden ist.
  • der uns die Eucharistie geschenkt hat.

WEITERE GEHEIMNISSE

Die Ergänzung des klassischen Rosenkranzes durch die lichtreichen Geheimnisse wurde von vielen Rosenkranzbetern gerne aufgenommen. Ist damit die Zahl der 150 Ave durchbrochen, die an die 150 Psalmen der Bibel erinnert, dann sind grundsätzlich auch weitere Ergänzungen denkbar, zumal die klassischen drei Rosenkränze einigermaßen organisch auf die Wochentage aufzuteilen waren.


Hier werden vier weitere Rosenkränze vorgeschlagen, die aus der Heilsgeschichte heraus entwickelt und den Wochentagen zuzuordnen sind. Die Ergänzung ist von einem ähnlichen Gedanken wie dem von Papst Johannes Paul II. getragen, nämlich daß etwas fehlt: Die lichtreichen Geheimnisse dieses inspirierten Papstes schließen die Lücke zwischen der Kindheit und dem Leiden des Herrn. Mit den hier vorgelegten drei neuen Rosenkränzen, dem alttestamentlichen, dem hohepriesterlichen und dem der Grabesruhe, wird, zusammen mit dem trostreichen, Christus in der Zeit des Alten Bundes, in seiner gegenwärtigen verborgenen Herrschaft und in seiner Wiederkunft am Ende der Zeiten betrachtet:

Die alttestamentlichen Rosenkranzgeheimnisse gehen durch die Geschichte von der Schöpfung über den Bund mit Israel bis zu den Propheten, in dem Glauben, daß alles durch Christus erschaffen und daß jede Offenbarung Gottes immer durch Christus geschehen ist.

Die hohepriesterlichen Geheimnisse betrachten, inspiriert vom Hebräerbrief, daß Christus nun zur Rechten des Vaters sitzt, dort für uns eintritt und wartet, bis er am Ende der Zeit seine endgültige Herrschaft antreten und die Welt dem Vater übergeben wird.
Die Geheimnisse der Grabesruhe betrachten das verborgene Retten des Heilands in der Unterwelt am Karsamstag.

Die trostreichen Geheimnisse von der ewigen Herrschaft Christi und der Vollendung der Welt (alternativ zu den Geheimnissen der Grabesruhe) legen sich als eschatologischer (= endzeitlicher) Ausblick nahe. Sie stammen aus der Zeit der liturgischen Bewegung (Romano Guardini) und des Zweiten Weltkrieges. Die übrigen werden hier erstmals vorgelegt.


c) Die Geheimnisse des alten Bundes


  • durch den Gott die Welt erschaffen hat.
  • durch den Gott sich Abraham offenbart hat.
  • durch den Gott das Volk Israel erwählt und befreit hat.
  • der Sohn Davids.
  • den die Propheten verheißen haben.

dDie hohepriesterlichen Geheimnisse (nach dem Hebräerbrief)



  • unser Bruder und Urheber unserer Seligkeit.
  • der Hohepriester, voll Mitleid mit unserer Schwäche.
  • der Mittler des neuen Bundes und Diener des wahren Zeltes.
  • der mit seinem eigenen Blut in das ewige Heiligtum gegangen ist.
  • der uns die ewige Erlösung bewirkt hat.

e) Die trostreichen Geheimnisse


  • der vom Himmel aus als König herrscht.
  • der in seiner Kirche lebt und herrscht.
  • der einst richten wird die Lebenden und die Toten.
  • der alles neu machen und vollenden wird.
  • der unser ewiger Lohn sein wird.

e) Die Geheimnisse der grabesruhe


  • der sein Leben für seine Freunde gegeben hat.
  • der drei Tage im Grab gelegen hat.
  • der hinabgestiegen ist zur Unterwelt.
  • der die Seinen aus dem Tode befreit hat.
  • der die Tore des Todes zerbrochen hat.

 

g)        Wochenordnungen das Jahr hindurch

Für das tägliche Gebet mit den drei klassischen Rosenkränzen empfiehlt die Kirche folgende Einteilung:


Sonntag:
glorreich
Montag:
freudenreich
Dienstag:
schmerzhaft
Mittwoch:     
glorreich
Donnerstag:
freudenreich
Freitag:
schmerzhaft
Samstag:
glorreich

Für das tägliche Gebet mit den drei klassischen und dem lichtreichen Rosenkranz empfiehlt der Papst folgende Zuordnung (Enzyklika „Rosarium Mariae Virginis“ vom 16. Oktober 2002):


Sonntag:
glorreich
Montag:
freudenreich
Dienstag:
schmerzhaft
Mittwoch:     
glorreich
Donnerstag:
lichtreich
Freitag:
schmerzhaft
Samstag:
freudenreich

Betet man alle sieben vorgestellten Rosenkränze, kann man sie folgendermaßen den Wochentage zuteilen:


Sonntag:
glorreich
Montag:
alttestamentlich
Dienstag:
freudenreich
Mittwoch:     
lichtreich
Donnerstag:
hohepriesterlich
Freitag:
schmerzhaft
Samstag:
trostreich oder Geheimnisse der Grabesruhe



1 Traditionell und bis heute weitgehend üblicherweise sagt man „wie es war...“, was dem lateinischen „sicut erat“ entspricht. In der offiziellen liturgischen Übersetzung des „Gloria Patri“ („Ehre sei dem Vater“) heißt es „wie im Anfang...“
2 gebenedeit (von lat. benedicere, benedicta) = gesegnet, gepriesen.
3 Von alters her betet man „Wie es war im Anfang...“, was dem lateinischen „Sicut erat in principio“ entspricht. Da aber die Übersetzung in den offiziellen liturgischen Büchern deutscher Sprache das „es war“ wegläßt, gibt es diesen Brauch auch beim Rosenkranzgebet.